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Diakonie ist besser als ihr Ruf – und schlechter als ihr Anspruch

studie

Nachdem vor einigen Wochen eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung zu Tage brachte, dass die Diakonie das kirchliche Arbeitsrecht als Wettbewerbsvorteil nutzt, war die Empörung groß. Hier einige Zeitungsartikel dazu:

Weitere Berichte lassen sich schnell im Internet finden. Hier könnt ihr die Studien komplett runterladen: Hans Böckler Studie.

 

Die Diakonie kritisierte dass die Studie durch eine “gewerkschaftnahe” Stiftung erarbeitet wurde und somit nicht objektiv sei. Sie gab eine eigene Studie in Auftrag, die nun veröffentlicht wurde. Nicht verwunderlich ist das Ergebnis. Leiharbeit und Ausgliederung sind nach dieser Studie Einzelfälle und fallen kaum ins Gesamtgewicht. Nachzulesen hier: Diakonie ist besser als ihr Ruf – und schlechter als ihr Anspruch – Nachrichten Print – DIE WELT – Politik Print DW – DIE WELT.

 

Wer hat nun Recht? Die Studie der gewerkschaftnahen Hans-Böckler-Stiftung oder die eigene Studie der Diakonie?
Festzuhalten ist, dass beide Studien nicht repräsentativ sind, da an beiden Studien nur ein Teil der befragten MAVen bzw. Träger der Diakonischen Einrichtungen teilnahmen. Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen. Die Diakonie ist kein durchweg schlechter Arbeitgeber. Sicherlich ist sie besser als viele private Träger sozialer Einrichtungen. Aber ist ‘”besser” gut genug?

 

Unbestritten ist jedoch, dass Arbeitnehmer in der Diakonie weniger Rechte – und somit weniger Möglichkeiten – haben sich z.B. in der Lohnpolitik gegen ihren Arbeitgeber durchzusetzen.

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