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Flugblatt Nr. 10 (Juni 2013) – online schon da, bald auch auf Papier

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Liebe Kolleginnen und Kollegen
wie im letzten Flugblatt angekündigt, wollen wir Euch heute über die Gespräche berichten, die durch Euren Streik zustande gekommen sind.
Während nach dem Streik im letzten Jahr Gespräche kategorisch abgelehnt wurden, hatten wir jetzt gleich zwei! Und zwar am 15. Mai mit Oberkirchenrat Keller, dem Vorstandsvorsitzenden des Diakonischen Werks Baden, sowie Frau Oberkirchen­rätin Dr. Teichmanis, Justiziarin bei der Evang. Landeskirche in Baden. Und am 5. Juni kam Herr Unrath, der Geschäftsführer der Stadtmission, zusammen mit Herrn Wetzel, dem Personalleiter der Stadt-mission, zu ver.di nach Stuttgart. Nach dem Gespräch mit dem Vorstand der Stadtmission Anfang diesen Jahres war dies das erste Mal, dass die Verantwort­lichen auf Eure Forderung reagierten.
Diese Gespräche sind ganz klar ein Erfolg Eures Streikes!

Beide Gespräche verliefen in einer ausgesprochen freundlichen und offenen Atmosphäre. Und sie sollen fortgesetzt werden.
Bei dem Gespräch mit Herrn Keller und Frau Teichmanis, das dankenswerter Weise von zwei Kollegen des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) moderiert wurde, ist deutlich geworden, dass Kirche und Diakonie in Baden für die Zukunft eher eine Weiterentwicklung des Dritten Weges anstreben. Die Positionen von ver.di sowie Kirche und Diakonie liegen daher noch sehr weit auseinander. In einem zweiten Gespräch am 3. Juli in Stuttgart soll trotzdem grundsätzlich diskutiert werden, wie man in der Diakonie zu Tarifverträgen kommen könnte und wie diese aussehen könnten.

Herrn Unrath und Herrn Wetzel haben wir verdeutlicht, wie der Weg der Stadtmission zu einem Tarifvertrag aussehen kann, nämlich genauso wie auch beim Uniklinikum: Auffordern, verhandeln, abschließen.

Auf eine Lösung für die ganze badische Diakonie zu warten, wie sie Herrn Unrath vorschwebt, entspricht nicht unserer Forderung. Wir wollen jetzt einen Tarifvertrag und nicht erst in ein, zwei, drei Jahren. Wir haben vereinbart, dass wir nach einer Rückkopplung von Herrn Unrath mit dem Diakonischen Werk Ende Juni erneut zu einem Gespräch zusammen kommen.

Wir sollen Euch mitteilen, dass die Stadtmission bereit ist, Euch bereits heute die Zusage zu machen, dass Ihr auch in 2014 die komplette Jahressonderzahlung bekommt. Die zweite Hälfte wird nicht reduziert oder einbehalten, auch wenn die Stadtmission durch die Zahlung ins Minus rutschen würde. Dies beträfe nur das Salem und die Suchtkrankenhilfe.
Ob Euch dieses Angebot ausreicht, müsst Ihr bewerten.
Wenn nicht, machen wir weiter.
Wir berichten Euch weiter!

Flugblatt 10 als PDF

4 Kommentare

  1. Anonymous sagt

    Mich ärgert total dass die Jahressonderzahlung nur beim Salem und in der Suchtkrankenhilfe sicher sein soll. Was ist denn mit der Altenhilfe???

  2. jürgen Stier-Miltner sagt

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    dieser plötzliche Wandel der Gesprächspartner Stadtmission ist wirklich eine Augenwischerei, da er ja nicht für
    alle gilt. Wir wollen einen Tarifvertrag in dem alles geregelt werden muß, damit die Kolleginnen/Kollegen eine
    gerechte Bezahlung bekommen und auch als Mitarbeiter/innen angesehen werden und nicht wie moderne
    Sklaven usw. Wer die Sonderausgabe der INTERNA gelesen hat kann nur mit erstaunen feststellen, dass es
    immer noch viele Vorgesetzte gibt, die nicht verstanden haben um was es uns geht und alles was wir wollen in Frage stellen.
    Jedoch ihre Meinung für das richtige halten. Auch der Arbeitnehmervertreter der ein Interview gab kann dazu gar nichts
    äussern, da er nicht unser Vertreter ist, besser gesagt wir haben aus unserem Kreise überhaupt niemand der in diesen
    Kreisen für uns Sprechen kann.
    Deswegen können wir dies nicht annehmen und müßen unseren Kampf mit dem Ziel Tarifvertrag weiter voran treiben.

    • Durin sagt

      Auf die Sonderausgabe der INTERNA werden wir reagieren. Eine Antwort ist schon in Arbeit und wird bald veröffentlicht.

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