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Warnstreik vom 25.3.2013 in der Stadtmission ein großer Erfolg

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Warnstreik vom 25.3.2013 in der Stadtmission ein großer Erfolg

  • die streitbare Basis für unsere Forderung nach einem Tarifvertrag hat sich gefestigt und erweitert!
  • Trotz dem Druck der Vorgesetzten haben viele Kolleginnen und Kollegen am Streik teilgenommen
  • Es könnten noch mehr werden – das Recht dazu haben wir! Gerade heute erschien die Urteilsbegründung für das Urteil vom 20.11.2012, das die Gewerkschaftsrechte der Beschäftigten auch im kirchlichen Betrieb unterstreicht!

 

P1010104Zuvor hatte die Stadtmission die Aufforderung zu Tarifverhandlungen von ver.di zurückgewiesen.
Sie will am Dritten Weg festhalten. Das betonte heute auch Pfarrer Schärr, der zu einem kurzen Fernsehinterview am Gartentor der Vorstandsvilla erschien.
Dagegen trugen die streikenden und demonstrierenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtmission heute symbolisch den Dritten Weg zu Grabe.
Auf der Kundgebung am Bismarckplatz sprachen Leni Breimeyer, die Landesvorsitzende von ver.di, Industriepfarrer i.R. Martin Huhn, Daniel Wenk vom Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen in Baden und Silke Hansen, zuständige ver.di-Sekretärin.
Martin Huhn rügte die Diakonie, weil sie sich erst vom BAG (Bundesarbeitsgericht) sagen lassen musste, dass das Streikrecht in kirchlichen Einrichtungen gilt. Der Tarifvertrag sei sogar nötig in den kirchlichen Einrichtungen, weil die Idee der Dienstgemeinschaft erst dann verwirklicht werde, wenn die verschiedenen Seiten auf Augenhöhe miteinander verhandeln.

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Leni Breimeyer wies daraufhin, wie wichtig im Bereich der sozialen Berufe es ist, sich gegen deren schlechte Wertschätzung zu wehren. Nur so kann die strukturelle Benachteiligung dieser „Branche“ aufgehoben werden. Die relativ niedrigen Löhne führen zu Altersarmut, denn niedrigen Löhnen folgen niedrige Renten.
Der Verlautbarung von Caritas und Diakonie, wonach die Pflegebereich selbst unterfinanziert seien, so dass höhere Löhne die Wirtschaftlichkeit der Einrichtungen gefährden würden, entgegnete sie, dass diese Unterfinanzierung hausgemacht sei. Das politische Problem der Unterfinanzierung dieses Sektors kann nicht als Argument dafür genutzt werden, keine Tarifverträge mit ver.di abzuschließen. Im Gegenteil würde durch einen Tarifvertrag ja das Problem des gegenseitigen Unterbietungswettbewerbs gelöst.

2 Kommentare

  1. Anonymous sagt

    wenn wir so weiter machen kann sich die stadtmission warm anziehen es ist noch nicht vorbei wir geben nicht auf kommt alle zu nächsten aktion

  2. jürgen Stier-Miltner sagt

    Wir werden so weiter machen und sie müssen sich warm anziehen, wenn sie nicht ganz schnell zur Vernunft kommen.
    Aber Sie müßen auch von ihrem hohen Ross herunter kommen.